Wem nützt es, Multiple zu diffamieren? |
Hin und wieder tauchen in der Presse oder im Fernsehen Berichte auf, die die Diagnose "Multiple Persönlichkeit" und die davon Betroffenen in Misskredit bringen sollen. Die Frage ist: "Wem nützt das?". Dazu eine interessante Stellungnahme von einem Insider:
Der Autor der folgenden Zeilen war jahrelang in der Pharmabranche tätig, PR, Marketing, Werbung, auch Schizo-Medikamente. Das was er hier schreibt, ist ne Mutmaßung seinerseits, also Anti-Multi-Kampagnen hat er nicht betrieben. Aber der ist eben überzeugt davon, dass es das ist, was dahintersteckt.
Betrifft: diverse "Anti-Multi-Artikel"
"Wenn man sich die Frage stellt: "Wem nützt diese Art der Stellungnahme", kommt man schnell zu zwei Möglichkeiten:
1. S't'nisten
2. die Pharmaindustrie.
Wie ich dir vielleicht schon gesagt habe, haben die großen Pharma-Unternehmen in den 90er Jahren viele Forschungen über das zentrale Nervensystem, Migräne (neue Generation teurer Medikamente: die Triptane) und auch die Schizophrenie betrieben (vielleicht war es einfacher, über alles gleichzeitig nachzuforschen), und sie haben neue moderne und teure Medikamente rausgebracht. In allen Fällen haben sie weniger davon verkauft als sie es sich gewünscht haben.
Es ist also in ihrem Interesse, dass die Multiplen - wie es früher der Fall war - als Schizophrene angesehen werden und nur durch Medikamente behandelt werden und nicht durch Psychotherapie.
Das niedrige Niveau des Reuterfilms, der polemische Ton der Internetseite von "Psychologie Heute" usw. sind typisch für die Arbeit der PR-Agenturen, die man für solche Aktionen beschäftigt. Ich hatte schon bei der XY-Firma ähnliche, aber nicht verlogene Aktionen gestartet bezüglich Migräne. Der SPIEGEL der letzten Woche (Anmerkung Puzzle: Titelthema vor zwei drei Wochen mittlerweile) über die falschen Krankheiten erklärt sehr gut, dass solche Praktiken sehr verbreitet sind.
Was nun die verschreibungspflichtigen Medikamente betrifft, dürfen die Pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland keine Werbung bei den Patienten machen. Sobald es sich darum dreht, über - oder gegen - eine bestimmte Indikation (denke der meint Krankheit) und ihre Behandlung zu informieren, müssen die Firmen also Umwege beschreiten. Dies führt dazu, dass man nicht direkt erkennt, wer dahintersteckt.
Es ist wichtig, dass die Multiplen erfahren, dass diejenigen, die sie infrage stellen, es nur aus plumpen Motiven machen (finanzielle im Fall der Pharmaindustrie und durch und durch böse im Fall der S't'nisten), aber dass diese Attacken in keinem Falle die Qualität einer wissenschaftlichen (oder auch einfach fundierten) Infragestellung ihrer Krankheit haben."
P.J.