EMDR

2. Wie läuft das ab?


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  1. Was ist EMDR?
  2. Wie läuft das ab?
  3. Vorsicht: Nicht selbst anwenden!
  4. Wie wirkt sich EMDR aus; was muß beachtet werden?
  5. EMDR zur Stabilisierung
  6. weitere Erfahrungsberichte
  7. Links
  8. Buchtipps

Zunächst wird besprochen, was für eine Erinnerung bearbeitet werden soll. Es wird anhand einer Skala von 0 bis 10 bestimmt, wie quälend die Erinnerung heute noch ist. 0 würde bedeuten: "es war zwar schlimm, aber es macht mir nichts mehr aus"; 10 bedeutet: "ich kann schon den Gedanken daran nicht ertragen". Dann wird eine Selbstaussage formuliert, die eng mit dem Erlebten verknüpft ist, z.B. "ich habe versagt" oder "ich bin schuld", je nach dem, was sich durch das Trauma in der Selbstwahrnehmung der Patientin verankert hat.

Dann geht es los: Die Therapeutin bewegt ihre Hand vor den Augen der Patientin, hin und her. Und die Patientin folgt dieser Bewegung mit den Augen.

Dabei soll sie sich so viel wie möglich von dem Erlebten in Erinnerung rufen. Das kann ein Bild sein, oder eine Körperempfindung oder ein mit dem Erlebten verbundenes Gefühl. Das nennt man bilaterale Stimulation.
Meist werden durch die Augenbewegung mit der gleichzeitigen Erinnerung an das Ereignis alle Bestandteile des Traumas, die verdrängt wurden, wachgerufen.

"Grundsätzlich funktioniert das Verfahren wohl, so wird vermutet, weil durch das sich bewegende Licht beide Gehirnhälften miteinander verbunden werden und dies Erinnerungen auslöst. Die Behandlungen soll wohl Verbindungen im Gehirn schaffen,die sonst wohl nicht da wären,ich nehme an genau die,die sonst dissoziationsbedingt nicht vorhanden sind"

Anmerkung von Monika und co

Die Patientin soll jetzt alles berichten, was ihr durch den Kopf geht, was sie fühlt, was sie vor dem inneren Auge sieht usw. Zusammen mit der Therapeutin erlebt sie das Ereignis noch einmal und berichtet gleichzeitig was passiert. Die Therapeutin wird so zur Zeugin des Geschehenen. Sie unterstützt den Prozess, indem sie in Erinnerung ruft, dass die Patientin in diesem Augenblick nicht alleine ist, sie zeigt Mitgefühl und bestätigt die Schwere der Erinnerung, sie tröstet und stellt heraus, dass der Patientin Unrecht geschehen ist.

Wenn die Durcharbeitung, das Berichten vorbei ist, gibt es ein anschließendes Gespräch. Hier wird eine positive Selbstaussage gefunden, die sich im folgenden anstatt der negativen verankern soll, also anstatt: "ich bin schuld" könnte formuliert werden: "Ich konnte nichts dafür". Auf diese neue Selbstaussage soll die Patientin sich konzentrieren, während sie wieder - wie zu Anfang - mit den Augen den Handbewegungen der Therapeutin folgt.

Es kann dann noch ein Nachgespräch folgen, in dem die Patientin noch einmal erzählt, was ihr wichtig geworden ist. Vielleicht entstehen auch Ideen oder Impulse, welches Thema in der nächsten Sitzung bearbeitet werden sollte.
Im Anschluss gibt es noch einmal die Befragung mit der Skala, wie belastend das Erlebnis nun empfunden wird. Und es werden Sicherheitsabsprachen für den Notfall getroffen, an wen die Patientin sich wenden kann usw.


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Zuletzt aktualisiert am 17.04.2003