Bücher
Literatur zum Thema
Dissoziative Persönlichkeitsstruktur


dissoziation.org

Urheber/in
Titel
Thema
Bachmann, Kurt Marc [Hrsg.] Sexueller Mißbrauch in Psychotherapie und Psychiatrie Missbrauch in der Therapie

Bryant, Doris ; Judy Kessler ; Lynda Shirar The family inside Therapie
Canacakis, Jorgos ; Annette Bassfeld-Schepers Auf der Suche nach den Regenbogentränen für alle ab 10 Jahre
Casey, Joan Frances ; Lynn Wilson Ich bin viele (Auto-)Biographie
Chase, Truddi Aufschrei Autobiographie
Ende, Michael Ophelias Schattentheater Kinderbuch
Fröhling, Ulla Vater unser in der Hölle Biographie
Green, Hannah Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen Schizophrenie - nicht MPS - zum Vergleich
Herman, Judith Die Narben der Gewalt Theorie, Therapie
Huber, Michaela Multiple Persönlichkeiten Theorie, Therapie
Huguenin, Thierry ; Lionel Duroy Der 54. Biographie, destruktive Sekte
Keyes, Daniel Die Leben des Billy Milligan Biographie
Klein, Rolf Leben im Grenzland Theorie, Therapie
Liebers, Verena Das Schattenmädchen Roman
Marya, Sabine Schmetterlingsfrauen Selbsthilfe
Masur, Olga Ich wollt' ich wär' die Letzte Autobiographie
Meyer, Kristina Das doppelte Geheimnis Therapie
Nepeis, Barbara Mein Leben als Multiple Autobiographie
Nürnberger, Petra Meine Freundin Paula N. Autobiographie
Peters, Christina ; Ted Schwarz Sagt mir, wer ich bin Autobiographie
Phillips, Jane Ich blicke in den Spiegel und sehe eine Andere Autobiographie
Putnam, Frank W. Diagnose und Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung Theorie, Therapie
Rau, Robert Copperfield & Co Vernunft und Illusion
Reddemann, Luise Imagination als heilsame Kraft Imaginationsübungen
Reuter, Elisabeth Merle ohne Mund Kinderbuch
Ruff, Matt Ich und die Anderen Roman
Schiffer, Esther Liliths Wut kein Roman
Schneider, Peter K. Ich bin Wir Theorie, Therapie
Schreiber, Flora Rheta Sybil Biographie
Smith, Margaret Gewalt und sexueller Mißbrauch in Sekten Reportage, Hintergründe
Stern, Adriana Hannah und die Anderen Kinderbuch über DID
Temminghoff, Walburga Eine-Sein! Viele-Sein! Eine werden? Fachbuch, Studie
Terr, Lenore Schreckliches Vergessen, heilsames Erinnern Theorie, Therapie
West, Cameron Erste Person Plural Autobiographie
Wirtz, Ursula Seelenmord Kindesmißbrauch
Wildwasser Bielefeld e.V. Der aufgestörte Blick Aufsätze, Theorie

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Betroffene sollten bei der Lektüre auf sich acht geben. Oft enthalten die Bücher Auslöser, die schlimmstenfalls in eine akute Krise führen können. Das gilt auch schon für die Besprechungen weiter unten auf dieser Seite!

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Betroffene sollten bei solchen Recherchen besonders vorsichtig sein. Man kann unerwartet über Titel stolpern, die die Positionen der "False Memory Syndrome Foundation" vertreten. Deren Argumente sind zwar nicht haltbar, können einem aber ziemlich den Tag versauen, wenn man selbst eine dissoziative Störung hat.

Vergriffene Bücher sind vielleicht noch beim Online-Antiquariat Eurobuch zu finden.


Der aufgestörte Blick : multiple Persönlichkeiten, Frauenbewegung und Gewalt ; erweiterter Sammelband zum Ersten Bundesdeutschen Kongreß mit dem Schwerpunktthema Multiple Persönlichkeitsspaltung / veranst. vom Wildwasser Bielefeld e.V. (29.9. - 1.10.94) in Bielefeld. [Red.: Gaby Sohl]
Bielefeld : Kleine, 1997. - 360 S.
Wissenschaftliche Reihe ; Bd. 94
ISBN 3-89370-259-8

leihen oder kaufen (25.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

"Der aufgestörte Blick" ist nicht einfach nur ein weiteres Handbuch der Ratgeberliteratur: In seiner Gesamtheit ist es vor allem ein engagiertes Plädoyer, sich auf allzu eingefahrene Blick- und Denkgewohnheiten hin zu befragen und den eigenen Horizont für neue und auch gegenläufige Perspektiven zu öffnen.
Mit Beiträgen von Roswitha Burgard, Ruth Großmaß, Monika Hauser, Jutta Heinrich, Polina Hilsenbeck, Michaela Huber, Kerstin Kempker, Christina von Braun u.v.m.

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Bachmann, Kurt Marc ; Böker, Wolfgang [Hrsg.]:
Sexueller Missbrauch in Psychotherapie und Psychiatrie
Bern : Huber, 1994. - 168 S.
ISBN 3-456-82485-8

leihen oder kaufen (25.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Psychotherapeuten, die ihre Patient(inn)en sexuell mißbrauchen: In welchem Ausmaße gibt es das? Erstmals im deutschen Sprachgebiet äußern sich Experten aufgrund eigener Forschungen zu dieser heiklen Frage. Fazit: Solche Vorkommnisse sind keineswegs selten - und haben für die Opfer meist schwerwiegende Folgen.
Das Buch informiert über die Möglichkeiten, den Betroffenen zu helfen, aber auch über Rehabilitationsprogramme für Therapeuten, die sich mißbräuchlich verhalten haben, über juristische Aspekte (Sanktionen in schweren Fällen) - vor allem aber darüber, wie sexueller Mißbrauch in der Psychotherapie von vornherein verhindert werden kann.

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Bryant, Doris ; Kessler, Judy ; Shirar, Lynda:
The family inside : working with the multiple
New York, NY [u.a.] : Norton, 1992. - XIII, 268 S.
ISBN 0-393-70142-5
Text engl.

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This practical book on working with multiple personality disorder demystifies MPD and redefines it as a creative and sensible way of surviving a childhood of extreme trauma and absolute powerless. (...) Judy Kesslers story is the thread that weaves the book together. Without going into details of the abuse that Judy endured, the authors illuminate the intensity of her suffering, the strengh of her spirit and the miracle of her recovery from multiple personality disorder. (...)

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Canacakis, Jorgos ; Bassfeld-Schepers, Annette:
Auf der Suche nach den Regenbogentränen : heilsamer Umgang mit Abschied und Trennung
München : Bertelsmann, 1994. - 255 S.
ISBN 3-570-12040-6

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Die zutiefst unglücklichen Nikolas und Angelina treffen zufällig auf eine alte, weise Frau. Mit ihr begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise ins Land der Abschiede. Dort wird ihnen klar, daß auf der Welt alles mit allem verbunden ist und wie sich das Ganze aus einer Kette von Trennungen und Abschieden entwickelt hat. In den Verliesen des Herzensschlosses entdecken sie all die im Laufe ihres Lebens unterdrückten Gefühle. Und auf ihrem Gang durch die Unterwelt müssen sie schmerzhaft erfahren, daß Gestorbenes einen eigenen Platz hat und nicht wieder zurückgeholt werden kann. Aber auf allen Wegen steht ihnen Tränchen, das freche und zärtliche Trauerviech, zur Seite und hilft ihnen, die alles erlösenden Regenbogentränen zu finden.
Ich würd mal sagen, so ab 10 ist es o.k. (Sigrid)

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Casey, Joan Frances ; Wilson, Lynn:
Ich bin viele : eine ungewöhnliche Heilungsgeschichte
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl., 1997. - 439 S.
ISBN 3-499-19566-6

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"Dieses Buch ist vieles in einem. Es ist die Geschichte eines Kindes, das sehr schwer verletzt wurde und überlebte. Es ist die Geschichte einer therapeutischen Beziehung. Vor allem aber ist es die Geschichte zweier Menschen, die sich zum richtigen Zeitpunkt in ihrem Leben trafen und gemeinsam ein Wunder vollbrachten." (Lynn Wilson, Therapeutin)

"Von meiner Kindheit an bis zu meinem dreißigsten Lebensjahr war ich eine multiple Persönlichkeit. Mein Identitätsgefühl veränderte sich drastisch, als ich diese Diagnose akzeptierte und die Therapie Fortschritte machte. Sogar meine Fähigkeit, Ich zu sagen und mich tatsächlich auf mich selbst zu beziehen, ist eine relativ neue Erfahrung für mich. Vor meiner Heilung bedeutete das Wort Ich zeitweise eine von vierundzwanzig Persönlichkeiten." (Joan Frances Casey, Autorin)

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Chase, Truddi:
Aufschrei : ein Kind wird jahrelang mißbraucht - und seine Seele zerbricht ; das erschütternde Zeugnis einer Persönlichkeitsspaltung
Bergisch Gladbach : Bastei Lübbe, 2002. - 558 S.
ISBN 3-404-61498-4

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Seit frühester Jugend wurde Truddi Chase von ihrem Stiefvater sexuell mißbraucht. Um diese Situation bewältigen zu können, erstarrte ihre eigentliche Persönlichkeit, und an ihre Stelle trat eine Vielzahl von Personen, die in ihrem Körper lebten und das Kind nach außen hin vertraten und verteidigten.
Die erwachsene Truddi Chase war sich dieses Zustandes lange nicht bewußt; als sie jedoch anläßlich ihrer Scheidung einen Psychotherapeuten aufsuchte, entdeckte dieser ihre multiple Persönlichkeit.
Ein Ergebnis der Therapie ist dieses Buch, das eigentlich nicht von der Autorin geschrieben wurde, sondern von den Personen, die in ihr leben.

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Ende, Michael ; Hechelmann, Friedrich [Ill.]:
Ophelias Schattentheater
Stuttgart [u.a.] : Thienemann, 2005. - 32 S.
ISBN 3-522-42520-0

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"Dieses Buch hat mich beim, ich weiß nicht wievielten Male an meine INNERS gebracht. Es ist zwar ein Kinderbuch, doch finden wir, dass durch Sprache und vor allem der Illustration von Friedrich Hechelmann sehr deutlich wird, was wir einfangen müssen, um LEBEN zu lernen."

Ophelia sollte auf Wunsch ihrer Eltern eine große gefeierte Schauspielerin werden, konnte es aber nicht, da ihre Stimme zu leise war, deshalb wurde sie Souffleuse. Sie konnte alle Schauspiele auswendig. Als das Theater schloss, verabschiedete sie sich von ihrem "Arbeitsplatz" in aller Stille und da kam ein Schatten, der ganz allein auf der Welt war, da er zu niemandem gehörte.
Ophelia nimmt ihn bei sich auf und verstaut ihn in ihrem Handtäschchen. Es spricht sich bei den Schatten herum, dass Ophelia herrenlose Schatten aufnimmt, die Namen haben wie: Heinallein, Dunkelangst oder Leereschwere. Alle verstaut sie in ihrem Handtäschchen und bringt ihnen die Schauspiele bei. Als sie auf Grund ihres Andersseins auch ihre Wohnung verliert, zieht sie mit einem Koffer in die Welt hinaus, sie weiß nicht wohin. Die Schatten machen sich Sorgen und sie unterbreiten Ophelia ihren Plan, Schattentheater zu spielen. So wird Ophelia berühmt. Bei einer Autofahrt kommt der Tod auch als Schatten zu ihr und sie weigert sich nicht, ihn auch anzunehmen. Sie wird im "Himmel" von hellem Licht wach und ist nun auf Ophelias Lichtbühne und die Schatten sind erlöst.

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Fröhling, Ulla:
Vater unser in der Hölle : ein Tatsachenbericht
Seelze-Velber : Kallmeyer, 1996. - 386 S.
ISBN 3-7800-8010-9

leihen oder kaufen (24.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

VORSICHT: Wer selbst betroffen ist, sollte bei der Lektüre auf sich acht geben. Das Buch wimmelt vor Triggern.

In ihrem Report "Vater unser in der Hölle" berichtet Ulla Fröhling über das Martyrium eines Kindes, Angela Lenz, das in einer deutschen satanistischen Sekte aufwachsen mußte. Nach vierjährigen Recherchen ist ein Buch entstanden, das schockiert. Der pädophile Vater vergeht sich an der Tochter, kaum daß sie auf der Welt ist. Eine kranke Mutter lebt ihren Selbst- und Frauenhaß an dem Kind aus. Nachbarn und Lehrer sehen und hören nichts. Die Kinderseele zerbricht in Dutzende von Scherben. "Onkel" mißbrauchen das Kind auf Einladung des Vaters. Satanisten quälen das Mädchen in ihren grausamen Ritualen. In einem Kinderbordell muß es sich prostituieren.

Der Text bleibt bei allen Schilderungen konsequent und lückenlos in der Opfer-Perspektive, und zwar auch bei Stellen, die für Pädophile potentiell erregend sein könnten. Das Buch ist klar und logisch aufgebaut. In knappen lakonischen Sätzen berichtet Ulla Fröhling das Unvorstellbare.
Als Reaktion auf den Schrecken, den sie erleben mußte, entwickelt Angela Lenz multiple Persönlichkeiten, die sogenannte "Dissoziative Identitätsstörung". Wenn ihr Leben unerträglich wird, schaltet sich ein anderer Persönlichkeitsteil ins Bewußtsein und übernimmt. Und auch dieser letzte Ausweg der gefolterten Seele wird von den Tätern perfide ausgenutzt. Mit systematischer Folter, Drogen und Gehirnwäsche machen sie sich die Amnesien und die Zersplitterung ihres Opfers zunutze. Nicht zuletzt der Zerstörung eines einheitlichen Selbst und eines zusammenhängenden Gedächtnisses bei ihren Opfern verdanken es die Täter, daß sie bis heute ungeschoren davonkommen konnten.

Angela Lenz ist in Deutschland aufgewachsen. Köln, Frankfurt und Berlin werden genannt, andere Orte bleiben wie die genauen Lebensumstände der beteiligten Personen aus Sicherheitsgründen im Dunkeln. Die Verbrechen sind hier passiert, und sie gehen wahrscheinlich weiter.

Wenn Sie den Bericht lesen, wappnen Sie sich, Ihre Nerven werden strapaziert. Wenn die Lektüre Ihnen für ein paar Tage die Stimmung vermiest, dann denken Sie daran, für wieviele Tage den Opfern das Leben verleidet wird. Auch Ihre Vorstellungskraft wird strapaziert. Wenn Sie dieses Buch lesen, werden Sie sich wünschen, daß das alles nicht wahr ist. Und es liegt allein an Ihnen, ob Sie das Grauen wahrhaben wollen oder nicht. Denn bis heute ist keiner der Täter von einem Gericht verurteilt worden. Und doch sind die Aussagen des Buches amtlich: Das Versorgungsamt hat dem Opfer eine Rente nach dem Entschädigungsgesetz für die Opfer von Gewalttaten zugesprochen.

Biographien von Multiplen Persönlichkeiten wie Angela Lenz beschreiben immer einen Horror-Trip. Da werden Kinder in Schlangengruben geworfen wie in der Autobiographie "Aufschrei" von Truddi Chase. Oder sie werden mit Gegenständen penetriert, wie Schreiber es in "Sybil" berichtet. Aber keins der bisher erschienenen Bücher errreicht den Schrecken von "Vater unser in der Hölle". Ich habe bisher erst ein Buch gelesen, das dem Horror dieser Höllenreise gleichkam: Einen KZ-Bericht. (dissoziation.org)

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Green, Hannah:
Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen : Bericht einer Heilung
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl., 2000. - 280 S.
ISBN 3-499-22776-2

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Dies ist nicht die Geschichte einer MPS-Betroffenen, sondern es handelt von der Krankheit Schizophrenie. Wer wissen will, wie sich diese oft verwechselten Krankheitsbilder unterscheiden, kann dieses Buch mit einer der DID-Biographien vergleichen. Die Flucht vor der Realitaet, vor Krankheit und familiaerer Isolation endet fuer die sechzehnjaehrige Deborah in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Befund: Schizophrenie.
Unter dem Pseudonym Hannah Green schildert die Autorin in diesem ermutigenden autobiographischen Roman den muehsamen Kampf des Maedchens um ihre Heilung. Sie gewaehrt einen Blick in die Alptraumwelt psychotischen Fuehlens, in die fragmentarischen Beziehungen, aber auch in die Solidaritaet unter den Kranken. Sicher waegt sie die Argumente fuer ein Leben in unserer unvollkommenen Realitaet ab gegen die Argumente fuer einen Rueckzug in die Sicherheit der Krankheit. Die Heilung schliesslich ist ueberzeugend. Mit ihr wird die Krankheit nicht zu einem Stueck abgelehnte Vergangenheit, sondern nachtraeglich akzeptierter persoenliche Geschichte.

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Herman, Judith:
Die Narben der Gewalt : traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden
Paderborn : Junfermann, 2003. - 400 S.
Reihe "Konzepte der Psychotraumatologie" ; Bd. 3
ISBN 3-87387-525-X

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Dieses Buch ist die Frucht jahrzehntelanger intensiver Forschung und praktischer Arbeit mit Opfern von sexueller und häuslicher Gewalt und spiegelt auch die vielfältigen Erfahrungen mit zahlreichen anderen traumatisierten Patienten wieder.

"Hermans Buch ist ein "MUSS" für alle, die sich mit komplexen Traumatisierungen beschäftigen. Judith Hermans Empfehlungen sind auch nach 10 Jahren gültig und wegweisend."
(Dr. Luise Reddemann, Autorin des Buches "Imagination als heilsame Kraft")

"Das Buch von J. Herman ist eines der wichtigsten und zugleich lesbarsten Bücher der modernen Traumaforschung. Es sollte in allen universitären Seminaren zum Thema "psychische Traumatisierungen" zur Pflichtlektüre gehören."
(Dr. Arne Hofmann, Universität Köln)

"Mit klarem Blick für die Bedeutung gesellschaftlicher Einflüsse auf wissenschaftliche Erkenntnisse, mit präzisem psychiatrischen und psychotherapeutischen Fachwissen und mit hohem Engagement für die Opfer häuslicher, sexueller und politischer Gewalt gelingt Judith L. Herman ein großartiges Buch. Es sensibilisiert für die seelischen Wunden der Betroffenen und zeigt die mühsamen, aber zugleich hoffnungsvollen Wege der Heilung auf."
(Dr. Ursula Gast, Medizinische Hochschule Hannover)

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Huber, Michaela:
Multiple Persönlichkeiten : Überlebende extremer Gewalt ; ein Handbuch
Reinbek bei Rowohlt : Fischer-Taschenbuch-Verl., 1995. - 416 S.
ISBN 3-596-12160-4

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Dies ist das erste deutschsprachige Sachbuch zum Thema MPS. Es beschreibt fachkundig und praxisnah, wie MPS entsteht und wie sie erkannt werden kann, gibt Angehörigen und Freunden der Betroffenen sowie diesen selbst Ratschläge und schildert Möglichkeiten der Psychotherapie. Multiple Persönlichkeiten, so das Fazit, sind Überlebende extremer Gewalt. Ihre gespaltene Identität kann sich wieder zusammenfügen, wenn die erlittenen Traumata noch einmal, in kontrollierter Form, durchlebt und bearbeitet werden.

Michaela Huber ist Diplompsychologin mit eigener psychotherapeutischer Praxis in Kassel und Bielefeld. Sie ist seit Jahren spezialisiert auf die Behandlung schwer traumatisierter Frauen, zu denen auch multiple Persönlichkeiten zählen.

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Huguenin, Thierry ; Duroy, Lionel:
Der 54.
Bergisch Gladbach : Bastei Lübbe, 1995. - 302 S.
ISBN 3-404-61332-5

leihen oder kaufen (19.06.2007: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Dieses Buch handelt von der destruktiven Sekte der Sonnentempler, die durch einen Massenmord/ Selbstmord Schlagzeilen machten. MPD oder Dissoziation kommen zwar nicht explizit vor, aber es wird eine Umgebung geschildert, in der Dissoziative Störungen entstehen können. Ein besonders interessanter Abschnitt handelt davon, wie mit relativ billigen Zaubertricks Erscheinungen von Göttern oder Geistern und so vorgegaukelt werden. Vielleicht überzeugt das ja den ein oder anderen Gläubigen, dass er es auch mit Hokuspokus zu tun hat.

VORSICHT: kann heftig triggern.

Thierry Huguenin war selbst Mitglied der Sonnentempler und hätte als 54. Opfer am Mord/ Selbstmord teilnehmen sollen.

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Keyes, Daniel:
Die Leben des Billy Milligan
München : Heyne, 1992. - 589 S.
ISBN 3-453-05659-0

leihen oder kaufen (24.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Kann es möglich sein, daß die Persönlichkeit eines Mannes in 24 Persönlichkeiten gespalten ist? Oder ist dieser Mann ein Schwindler, der es in geradezu genialer Weise versteht, all diese Rollen zu spielen? Vor diesem Problem sehen sich Anwälte, Psychiater und Richter. Der Autor beschreibt deren Versuche, in mühevollen Gesprächen Kontakte zu den einzelnen Persönlichkeiten aufzunehmen, um die Wahrheit über Milligan und die ihm zur Last gelegten Sexualverbrechen zu ergründen bzw. dessen Schuldunfähigkeit zu beweisen. - Ein außergewöhnlicher Fall, der auch die Politiker und (natürlich) die Presse beschäftigte, der aber auch in wissenschaftlichen Publikationen diskutiert wurde. Für den Laien - den Rezensenten durchaus eingeschlossen - ist vieles kaum nachvollziehbar. Jedenfalls ist dies eine interessante Lektüre, von der man kaum loskommt. [...] (Quelle: Leo Prawitt)

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Liebers, Verena:
Das Schattenmädchen : Roman
München : Salon-Literatur-Verl., 2003. - 200 S.
ISBN 3-9805759-4-2

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"Wie heißt du?", fragte ich.
Sie bewegte sich nicht. Das Echo meiner Stimme raunte in meinem Kopf. Ich spürte, wie die Flammen mich erhitzten, mein Gesicht röteten, meine Wangen zum Glühen brachten, während mein Rücken kalt und steif der Dunkelheit zugewandt war. Das Holz knackte im Feuer, ansonsten war es still. "Ich bin nicht allein", sagte sie plötzlich. "Eine von uns will sterben."

Ein Roman wie ein Vergrößerungsglas. Verena Liebers genaue Beobachtungsgabe lässt die Vielfältigkeit der menschlichen Gefühle lebendig werden, gebündelt in der Wir-Person Nova.
Mit einem Begleitwort von Dr. med. Dr. paed. D. Heitele, Psychotherapeut.

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Marya, Sabine:
Schmetterlingsfrauen : ein Selbsthilfebuch für Frauen mit multipler Persönlichkeit
München : Frauenoffensive, 1999. - 278 S.
ISBN 3-88104-313-6

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"Wir finden dieses Buch einfach nur furchtbar! Wir haben schon ziemlich viel gelesen, aber das Buch fanden wir echt den Abschuss. Habe noch nie ein Selbsthilfebuch gelesen, dass so belehrend, triggernd und daneben ist. Wir haben uns tagelang nur aufgeregt. Faengt schon damit an, dass es explizit Maenner ausschliesst. Das fanden wir schon auf dem Cover das Letzte.
Ein Selbsthilfebuch fuer Frauen mit multipler Persoenlichkeit. Was soll das? Warum auch noch die multiplen Maenner ausgrenzen? Die haben es doch eh schon von aussen gesehen schwerer als Frauen (in Bezug auf viele sein). Um so schlimmer finde ich es, dass aus den "eigenen Reihen" auch noch ausgegrenzt wird!

Dann dieser Oberlehrerhafte Ton und diese Art zu implizieren, wenn Du Dich nur an unsere Angaben haelst wird alles gut. Kein Gefuehl dafuer, dass jedes System anders ist. Und vielleicht genau das Gegenteil von dem was diesen Systemen/Frauen, die dieses Buch geschrieben haben, gut getan hat, fuer andere gut sein koennte.
Dann diese Uebungen. Die finden wir zum grossen Teil unverantwortlich. Zumindest so nach dem Motto, macht mal - es wird euch gut tun." (Nancy)

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Masur, Olga:
Ich wollt' ich wär' die Letzte : Kindesvergewaltigung und die Zeit danach ; ein authentischer Bericht
Hamburg : Masur, 1998. - 398 S.
ISBN 3-00-002574-X

leihen oder kaufen (19.06.2007: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Das vorliegende Buch überzeugt durch seine ursprüngliche Sprache. Eine Sprache, die das Grauen sexueller Gewalt in der Kindheit nahezu mit-leiden lässt. Die Autorin lässt die Leserin und den Leser gleichsam mit sich aufwachsen.
An passender Stelle sind statistisches Zahlenmaterial und wissenschaftliche Forschungsergebnisse in den Text eingeflochten. Das Buch spannt so den Bogen zwischen Autobiographie und Dokumentation.

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Meyer, Kristina:
Das doppelte Geheimnis : Weg einer Heilung - Analyse und Therapie eines sexuellen Missbrauchs
Freiburg im Breisgau [u.a.] : Herder, 1994. - 223 S.
ISBN 3-451-04293-2

leihen oder kaufen (24.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Kristina schafft es mit Hilfe ihrer Therapeutin, ihre Identität zu finden. Vorher hatte sie sich in verschiedene Personen gespalten: die gutfunktionierende Ehefrau und Mutter, das angepasste Mädchen, das Mädchen ohne Gefühle und ohne Körper. Kristina Mayer schildert sprachlich differenziert, eindringlich und spannend, wie sie anfängt, sich zu erinnen, wie es ihr gelingt, sich der Wirklichkeit zu stellen. Sie gibt tiefen Einblick über den inneren Weg der Analyse und der Therapie.

Kristina Mayer, geboren 1957, erlebte die sexuelle Misshandlung durch ihren Vater. Sie schaffte es, sich zu lösen und ihren eigenen Weg zu gehen. Sie ist heute an einer Universität tätig.

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Nepeis, Barbara:
Mein Leben als "Multiple" oder ein endloser Kampf
Jena [u.a.] : Verl. Neue Literatur, 2002. - 400 S.
ISBN 3-934141-38-2

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"Wir sind erst mit Hilfe des anrührenden Buch von Barbara Nepeis zu meiner Auseinandersetzung mit MPS gekommen. Es war so ermutigend, wenn wir das so sagen können, es hat uns einfach getroffen." (Friederike)

In diesem Buch wird ein Teil der Lebensgeschichte eines multiplen Systems erzählt: Sie sind zunächst verheiratet mit einem alles andere als verständnisvollen Ehemann und haben vier Aussenkinder. Auf Grund des Anlasses eines körperlichen Zusammenbruchs entdecken sie nach und nach dass sie mehrere sind. Dies ist ein sehr mühsamer Prozess mit den durchaus typisch zu nennenden Kennzeichen was die Vorgänge im Inneren betrifft wie auch die Reaktionen der Außenwelt. Im Inneren herrschen Zweifel, Ängste, Verzweiflung und die Schwierigkeiten sich jemand anzuvertrauen. Im Außen haben sie mit dem Psychoterror des Ehemanns, der auch die Aussenkinder terrorisiert, dem Unverständnis von einigen Ärzten und mit der Notwendigkeit weiterhin die Außenkinder zu versorgen zu kämpfen. Aber sie finden auch verschiedene Personen die sie verstehen und in ihrem Prozess unterstützen. Im Laufe dieses Prozesses schaffen sie es auch sich von dem Ehemann zu trennen. In diesem Zusammenhang haben sie auch eine Reihe rechtlich und finanzieller Hürden zu überwinden.

Auf Grund der inneren und äußeren Kämpfe haben sie auch immer wieder mit "Selbstmord"gedanken und -impulsen zu kämpfen. Unterstützung finden sie hier in einer Klinik mit einer speziellen Station für Multiple. Hier nähern sie sich auch den Gewalterfahrungen in ihrer Kindheit.

Dargestellt wird diese Geschichte von Barbara, einer Beobachterin des Systems, indem sie die Tagebuchaufzeichnungen der anderen Innenpersonen in eine zeitliche Reihenfolge bringt, Lücken ergänzt und Kommentare zum Verständnis einfügt.
In diesem Buch konnten wir uns wiederfinden, unserer Meinung nach eine sehr realistische und authentische Beschreibung des Innen- und Außenlebens eines multiplen Systems.

Im Unterschied zu vielen anderen Erfahrungsberichten, die möglicherweise zwar einfacher lesbar sind, scheut sich die Autorin nicht die Widersprüche und ungeklärten Fragen im System zur Sprache zu bringen. Das komplizierte Zusammen- und Gegeneinanderwirken der einzelnen Personen wird hier sehr gut dargestellt. Und so war für mich dieses Buch auch eine Art Lehrbuch zu dem Thema: Wie funktioniert ein multiples System? Aber sicherlich ist es kein "Anfängerbuch",ich denke als Einstiegslektüre zum Thema multiple Persönlichkeiten ist es nicht unbedingt zu empfehlen. Aber ich finde es sehr begrüßenswert, dass nun ein Buch herausgekommen ist, das über allgemeine, einführende Thesen hinausgeht und den Versuch wagt tiefer in die Materie einzusteigen. Sehr gut hat mir auch gefallen dass hier sehr vielen Innenpersonen die Möglichkeit gegeben wird sich selber auszudrücken, es wird nicht über sie geschrieben sondern mit ihnen, diese "demokratische“ Herangehensweise hat mir sehr zugesagt.
(Jacques)

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Nürnberger, Petra:
Meine Freundin Paula N. : warum ich anders bin
Jena [u.a.] : Verl. Neue Literatur, 2005. - 288 S.
ISBN 3-938157135

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"Ich sitze nun hier und versuche, ein Buch über ein wichtiges Thema zu schreiben, ein Thema, vor dem die meisten Menschen noch die Augen verschließen oder besser gesagt, mit dem viele nichts anfangen können, die Masse hat dafür kein Verständnis." Ehrlich und eindringlich berichtet Petra Nürnberger von ihrer Krankheit. Durch Tagebucheinträge, Briefe und andere persönliche Dokumente und Äußerungen erfährt der Leser, was die Diagnose "Multiple Persönlichkeitsstörung", kurz MPS, für sie bedeutete. Die Autorin beschreibt ihre eigenen Reaktionen, aber auch die ihrer Umwelt: Arbeitskollegen und Vorgesetzte reagierten mit Unverständnis. Ihr Job war in Gefahr. Von vielen Seiten, selbst von ihren eigenen Persönlichkeiten, wurde die Diagnose angezweifelt. Paula glaubt nicht daran, multipel zu sein. Jenni droht mit Selbstmord. Mehr und mehr wird sie sich ihrer inneren Persönlichkeiten bewusst, sie lernt, damit umzugehen und die Innenpersonen zueinander in ein Verhältnis zu bringen. Aber es kommen auch die Ursachen für ihre Identitätsstörung ans Tageslicht. Kann es ihr mit Hilfe einer langwierigen Therapie gelingen, diese zu verarbeiten und ein einigermaßen normales Leben zu führen?

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Peters, Christina ; Schwarz, Ted:
Sagt mir, wer ich bin
München : Heyne, 1995
ISBN 3-453-08316-4

leihen oder kaufen (24.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Die Geschichte einer jungen Frau, deren Ich in fünf Persönlichkeiten gespalten ist. Nie weiss sie, was "die anderen" gerade tun. Immer häufiger gerät Marie in Konfliktsituationen, an deren Vorgeschichte sie sich nicht erinnern kann. Sie beginnt schliesslich eine Therapie und erfährt in einem schmerzhaften Prozess, dass sich ihr Ich aufgrund traumatischer Kindheitserlebnisse in fünf verschiedene Persönlichkeiten gespalten hat.

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Phillips, Jane:
Ich blicke in den Spiegel und sehe eine Andere : Leben als multiple Persönlichkeit
München : Knaur, 1997. - 320 S.
ISBN 3-426-77249-3

leihen oder kaufen (24.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Als Jane Phillips begann "Ich blicke in den Spiegel ..." zu schreiben, war dies eigentlich als Abschiedsbrief gedacht. Sie wollte aus dem Leben scheiden und einen Bericht über ihre Existenz als multiple Persönlichkeit hinterlassen, über den täglichen Kampf mit ihren verschiedenen Ich´s, über ihre Probleme mit ihren Mitmenschen und über die Angst, plötzlich als jemand ganz anderer zu erscheinen als die Collegeprofessorin, die sie ist. Das faszinierende Buch über die Kindheit der Autorin und den Druck, den ihre Familie auf sie ausübte, und über den verwirrenden Alltag einer multiplen Persönlichkeit und gleichzeitig ein genauer und sensibler Bericht über das Leben damit.

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Putnam, Frank W.:
Diagnose und Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung : ein Handbuch
Paderborn : Junfermann, 2003. - 405 S.
Reihe "Konzepte der Psychotraumatologie"
ISBN 3-87387-490-3

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Klinischen Psychologen, die mit der Aufgabe der Behandlung dissoziativer Störungen konfrontiert wurden, stand lange kein grundlegendes und zugleich umfassendes Lehrbuch und Nachschlagewerk zur Verfügung. In diesem [1989 im Original erschienenen und nach wie vor aktuellen] Buch wurde erstmals die Behandlung dieser komplexen Störung auf umfassende Weise dargestellt. Jeder Behandlungsschritt, vom Erstgespräch über das Krisen-Management bis hin zur abschließenden post-integrativen Behandlung wird systematisch beschrieben, wobei detaillierte Anweisungen für die Anwendung bestimmter diagnostischer und therapeutischer Techniken und Beispiele für deren klinische Anwendung einbezogen werden. Durch seine ausführliche Beschreibung der Behandlung dissoziativer Störungen und seine zahlreichen Literaturhinweise ist das Buch sowohl für praktizierende Kliniker als auch für Studierende eine wertvolle Hilfe.

"Eines meiner Ziele ist es, die DIS zu entmystifizieren und dieser Störung die ihr im historischen Kontext zukommende zentrale Stellung einzuräumen, die entscheidend zur Entwicklung einer dynamischen Psychiatrie und der psychologischen Wissenschaft beigetragen hat." (Frank W. Putnam)

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Rau, Robert:
Copperfield und Co : die besten Tricks der großen Zauberer ; zum Staunen und Nachzaubern
München : Knaur, 1998. - 229 S.
ISBN 3-426-77301-5

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Wer als Kind Teufel, Dämonen oder Geister gesehen hat und sich jetzt vor denen fürchtet, sollte dieses Buch lesen. Da steht drin, wie man Zaubertricks machen kann. Und ich bin mir sicher, daß das damals keine echten Teufel waren, sondern auch Zaubertricks.

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Reddemann, Luise:
Imagination als heilsame Kraft : zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren
Stuttgart : Pfeiffer bei Klett-Cotta, 2003. - 215 S.
ISBN 3-608-89708-9

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In diesem Buch werden hilfreiche Imaginationsübungen beschrieben. Übungen zur "Inneren Stabilität", "Heilsamen Umgang mit dem Körper lernen", "Dem Schrecken begegnen", "Kunst und Gestalttherapie im Prozess der Traumaheilung" und "Die eigene Geschichte annehmen und integrieren". (Félicienne)

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Reuter, Elisabeth:
Merle ohne Mund
München : Ellermann, 1996. - 144 S.
ISBN 3-7707-3037-2

leihen oder kaufen (24.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Schade, Papa, daß du mich verloren hast. Ich hätte dich gerne liebgehabt. Wie eine Tochter ihren Vater lieb hat.
Merle wäre so gerne ein ganz normales Mädchen mit einer ganz normalen Familie - wie ihre Freundin Ulla. Aber da gibt es dieses furchtbare Geheimnis, diese unheimlichen Heimlichkeiten mit ihrem Vater, über die sie auf keinen Fall sprechen darf und die Seele zerstören. Merle sieht keinen Ausweg aus diesem Teufelskreis. Aber glücklicherweise gibt es Menschen in ihrer Umgebung, die ihre verschlüsselten Hilferufe verstehen. Ein intensiv erzählter Roman über einen authentischen Fall, der durch die Sensibilität seiner Darstellung überzeugt.

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Ruff, Matt:
Ich und die anderen
München : Hanser, 2004. - 624 S.
ISBN 3-446-20535-7

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Es ist zwar wie ein Roman geschrieben, aber es wird mit sehr guten und einfachen Bildern erklärt, was multiple Persönlichkeitsstörung ist und wie ein Leben damit aussehen kann.
Trotz des ernsten Themas ist das Buch mit viel Witz geschrieben und es macht bis zur letzten Seite viel Spaß.
Für Betroffene ist es vielleicht wichtig zu wissen, dass immer mal wieder Beschreibungen über die Erlebnisse in der Kindheit vorkommen, wie z.B. dem sex. Missbrauch, aber auch emotionale Quälereien der Mutter (Auflauern/ Erschrecken). Es ist aber nicht geschrieben um den Leser zu schockieren, d.h. es gibt keine detaillierte Beschreibung des sex. Missbrauchs (es geht auch nicht um rituellen Missbrauch). (Booga)

Andy Gage hat ein sehr grundlegendes Problem: Er hört Stimmen! Natürlich führen wir alle gelegentlich mehr oder minder ausführliche Dialoge in unseren Gedanken -- wenn uns Gewissensbisse plagen oder ein wichtiges Gespräch bevorsteht. Aber Andy teilt seine Gedankenwelt gleich mit Dutzenden von Seelen, die ihn in den unpassendsten Momenten auch mal in die zweite Reihe verdrängen und die Kontrolle über seinen Körper übernehmen. Mit psychiatrischer Hilfe ist es Andy in den letzten beiden Jahren gelungen, ein gewisses seelisches Gleichgewicht zu finden und ein ansatzweise normales Leben zu führen. Zusammen mit Doktor Grey hat er einen Zeitplan entwickelt, der es allen seinen unterschiedlichen Persönlichkeiten ermöglicht, in der "Realität" zu leben und sich dort zu erwirklichen.

Andys Leben verändert sich radikal, als er Julie Sivik kennen lernt. Julie betreibt eine Softwarefirma namens "Reality Factory". Ihr wird schnell klar, dass ein Mensch mit Multiplen Persönlichkeitsstörungen der ideale Berater bei ihren Projekten sein könnte, und sie bietet dem sonderbaren jungen Mann einen Job an. Andy fühlt sich in der "Reality Factory" auch sichtlich wohl -- bis Julie eines Tages Penny Driver einstellt, eine Frau, die in ihrem Kopf ebenfalls nicht alleine ist. Gemeinsam versuchen Julie und Andy, ihr einen Weg zu weisen, wie sie damit umgehen kann. Allerdings hat Andy nicht damit gerechnet, dass dabei auch sein peinlich genau strukturiertes Leben durcheinander geraten könnte ... (Hannes Riffel, Amazon)

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Schiffer, Esther:
Liliths Wut : kein Roman
Paderborn : Stangl, 2003. - 156 S.
ISBN 3-934969-52-6

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Worüber ist Lilith wütend? Warum trauert Olga? Wie war es, als Judith das Bett schlachtete, und ist SaraRahel eine multiple Persönlichkeit?

Die Autorin sieht die Welt durch die Augen vieler Frauen, und mit Lust und Empörung umkreist sie die ewigen Geschichten von Liebe und Gewalt, Alter und Tod, Sinnlichkeit und Spiritualität. Ein aufmüpfiges Buch zum Zappen!

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Schneider, Peter K.:
Ich bin Wir : die multiple Persönlichkeit ; zur Geschichte, Theorie und Therapie eines verkannten Leidens
Neuried : Ars Una, 1997. - 180 S.
Edition Humanistische Psychiatrie ; 3
ISBN 3-89391-254-1

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Daß das Bewußtsein des Menschen in Stücke gehen kann und in ein und demselben Körper in mehreren getrennten Persönlichkeiten weiterlebt, ist seit Ende des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich dokumentiert. Aber dann scheint das Leiden für ein halbes Jahrhundert zu verschwinden [...]
Dieses Buch vermittelt erstmals für den deutschen Sprachraum in allgemein verständlicher Form die Ergebnisse von 25 Jahren Multiplentheorie und -therapie.
Darüber hinaus führen die eigenen therapeutischen Erfahrungen des Autors zur Wiederentdeckung eines zentralen Themas der frühen Psychoanalyse: den Untersuchungen Sandor Ferenczis zum frühkindlichen Sexualtrauma und seiner Bewältigung. [...] Auf der Grundlage eines umfassenden metapsychologischen Modells klärt der Autor nicht nur über die komplexe Genese und Psychodynamik des multiplen Geschehens auf, sondern bietet betroffenen Therapeuten und Betreuern Orientierung für eine rehabilitierende Behandlung der unter MPD leidenden Menschen.
(Aus dem Vorwort)

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Schreiber, Flora Rheta:
Sybil : Persönlichkeitsspaltung einer Frau
Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1994
ISBN 3-596-42178-0

leihen oder kaufen (24.06.2006: vergriffen, nur noch gebraucht erhältlich)

Sybil ist der authentische Bericht über die erste Psychoanalyse einer mehrfach gespaltenen Persönlichkeit. Er basiert auf Aufzeichungen der behandelnden Psychologin, auf Tonbandprotokollen, auf Sybils Tagebüchern und Notizen, und auf Berichten der Menschen in ihrer Umgebung.

Flora Rheta Schreiber, Professorin für Englisch und Rethorik, war Redakteurin für Psychiatrie an einer amerikanischen Fachzeitschrift und hat über psychiatrische Themen für Zeitungen und Zeitschriften, für Rundfunk und Fernsehen geschrieben. Sie ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der Vereinigten Staaten.

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Smith, Margaret:
Gewalt und sexueller Mißbrauch in Sekten : wo es geschieht, wie es geschieht und wie man den Opfern helfen kann
Zürich : Kreuz-Verl., 1994. - 257 S.
ISBN 3-268-00166-1

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"Gewalt und sexueller Mißbrauch in Sekten" ist ein sehr informatives umfangreiches Buch über rituellen Mißbrauch und dessen Ursachen und Folgen. Das Buch eignet sich auch gerade für Angehörige oder Bekannte von Betroffenen, da es sehr gut über die Hintergründe von rituellem Mißbrauch informiert, die Folgen, zum Beispiel Dissoziation und MPS erklärt und auch für NichtpsychologInnen nachvollziehbar darstellt, dabei nicht wie häufig ausschließlich Extrembeispiele aufzählt und sehr viel Einblick in das eigene Erleben der Betroffenen gewährt. (von Amazon)

"Es ist als sei man Gefangener in einem Lager, an dessen Existenz niemand glaubt", so beschreibt eine Betroffene in diesem Buch ihre erdrückende Erfahrung mit Gewalt und sexuellem Mißbrauch in einer Sekte.
Diese Gruppen, die Gewalt meist im Verborgenen ausagieren, haben einen ungeheuer zerstörerischen Einfluß auf ihre Mitglieder, deren Leben sie mit festem Griff umklammert halten. Die Autorin dieses Buches beschreibt als Psychologin kompetent die Folgen für Psyche und Leben der Opfer. Als Betroffene gibt sie einfühlsam Rat, wie man das Erlebte überwinden und in sein Leben integrieren kann. Das macht ihr Buch gleichermaßen für Opfer und deren Angehörige, für Therapeuten und Hilfspersonen nützlich.

Der Name Margaret Smith ist ein Psyeudonym. Die Autorin ist selbst ein Opfer von Gewalt und sexuellem Mißbrauch in einer Sekte. Sie hat es geschafft, sich aus der Kultgemeinschaft zu befreien, aber da diese sie weiterhin verfolgt, darf ihre Identität nicht offenbart werden. Margaret Smith studierte Psychologie und lebt heute zurückgezogen in den Vereinigten Staaten. Sie hat unter verschiedenen Pseudonymen Aufsätze über den Mißbrauch in Sekten veröffentlicht und arbeitet in einem Netzwerk für Betroffene.

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Stern, Adriana:
Hannah und die Anderen
Hamburg : Argument-Verl., 2001. - 320 S.
ISBN 3-886199932

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Als Hörfunkredakteur habe ich vom Argument/ariadne-Verlag das Buch "Hannah und die Anderen" von Adriana Stern zugeschickt bekommen - zur Besprechung.
Dachte anfangs "wieder ein Problembuch von Erwachsenen für Heranwachsende", aber die Story hat mich ziemlich rasch gepackt. "Hannah und die Anderen" ist der Versuch, das Thema MP an einem fiktiven Fall spannend darzustellen, und der Versuch ist mit gewissen Einschränkungen geglückt. Ob das Buch wirklich den Weg in die Hände von Kindern mit MP findet (was offenkundig die Hoffnung der Autorin ist), das sei einmal dahin gestellt. Es wäre schon viel gewonnen, wenn auf diesem Weg viele Erwachsene eine Antenne für MP bekommen würden. Sensibilisieren kann das Buch auf jeden Fall.
(Markus Baum, Redaktion "Lesefrüchte", ERF-Hörfunk)

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Temminghoff, Walburga:
Eine-Sein! Viele-Sein! Eine werden? : Eine phänomenologische Studie zu multiplen/integrierten Lebenskonzepten
Bonn : Psychiatrie-Verl., 2002. - 285 S.
ISBN 3-88414-240-2

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Charakteristisches Merkmal von Multiplen ist die Existenz mehrerer Alterpersönlichkeiten, die sich im Verhalten unterscheiden, verschiedene Grade von Amnesien aufweisen und sich in unterschiedlichem Maße für die Existenz der jeweils anderen Alterpersönlichkeiten interessieren. In dieser qualitativ-empirischen Studie wird aus tiefenfokussierten Interviews ein Phasenmodell multipler und späterer integrierter Lebenswelten entwickelt und diskutiert.

Betroffene der "multiplen Persönlichkeitsstörung" / "Dissoziativen Identitätsstörung" geben ausführlich Auskunft zur Lebensbiografie, zum Leben mit den Vielen und zum späteren Leben als Eine. Sie illustrieren damit das vorgestellte Modell und ermöglichen einen tiefen Einblick in diese Lebens- und Leidensform.

Ein umfassender Literaturüberblick komplettiert diese Arbeit, die sich durch Prägnanz, Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit für "Laien" ebenso auszeichnet wie für Experten.

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Terr, Lenore:
Schreckliches Vergessen, heilsames Erinnern : traumatische Erinnerungen drängen ans Licht
München : Droemer Knaur, 1997. - 368 S.
ISBN 3-426-77259-0

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Was steckt dahinter, wenn sich Erwachsene plötzlich wieder erinnern, als Kind das Opfer sexueller Übergriffe geworden zu sein, und nach Jahrzehnten ihre Eltern des Missbrauchs beschuldigen? Ist solchen Erinnerungen überhaupt zu trauen? Die amerikanische Kinderpsychologin Lenore Terr schildert in diesem Buch sieben Geschichten von Menschen, die verlorene Kindheitserinnerungen wiederfinden - Erinnerungen an Mord und Mordversuch, an sexuellen Mißbrauch oder an den gewaltsamen Tod der Mutter, des Bruders: Erlebnisse, die sie tief in ihrem Innersten gespeichert, aber aus dem Bewußtsein absolut verdrängt hatten. An diesen bewegenden Beispielen wird eindringlich deutlich, wie unser Gedächtnis arbeitet und welche Auswege es uns anbietet, wenn wir eine bestimmte Erinnerung einfach nicht ertragen können.

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West, Cameron:
Erste Person Plural : die Geschichte meiner vielen Persönlichkeiten
München : List, 1999. - 431 S.
ISBN 3-471-79165-5

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Cameron West, Ende dreißig, hat eines Tages das beklemmende Gefühl, dass etwas mit ihm nicht stimmt. "Es reden Stimmen in seinem Kopf". Er begibt sich in Behandlung und ihm wird klar, dass er 23 andere Persönlichkeiten verschiedenen Alters und Geschlechts in sich beherbergt. Er nimmt ein Studium der Psychologie auf und promoviert über dissoziative Identitätsstörungen. In seiner authentischen Geschichte schildert Cameron West sein Leben als multiple Persönlichkeit. "Erste Person Plural" ist faszinierendes Psychogramm, Tragikomödie, packender Thriller und schonungslos offener Lebensbericht zugleich.

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Wirtz, Ursula:
Seelenmord : Inzest und Therapie
Zürich : Kreuz-Verl., 2005. - 297 S.
ISBN 3-7831-2633-9

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Inzest ist ein Angriff auf die menschliche Würde, auf die seelische und körperliche Integrität und damit die Identität der Mißbrauchten. Inzest ist Seelenmord. Die traumatischen Auswirkungen sexueller Ausbeutung haben Ähnlichkeit mit den psychischen Folgeschäden bei KZ-Opfern, und vergleichbar sind auch die kollektive Verdrängung und die Hilflosigkeit von Fachleuten angesichts dieses Traumas. Die Autorin setzt sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der Therapie mit Inzestbetroffenen auseinander und stellt dabei auch die brisante Frage, warum Inzestopfer so häufig von ihren Therapeuten erneut mißbraucht werden. In der Therapie, so Ursula Wirtz, geht es um die Suche nach der gemordeten Seele, nach dem wahren Selbst. Sie zeigt, wie sexuell mißbrauchte Frauen aus ihrer seelischen Totenstarre herausfinden und ihren Gefühlen und ihrem Körper wieder näher kommen können. Mit der Frage nach dem Sinn und der Möglichkeit des Heilwerdens wird auch die spirituelle Dimension des Inzestthemas berührt. Ein Buch für Menschen, die in Ihrer psychischen Integrität verletzt worden sind, und für alle, die Inzestbetroffene dabei begleiten, das Trauma zu bewältigen und in ihren Lebenskontext zu integrieren.

Dr. Ursula Wirtz (geb. 1946) studierte Philosophie-, Literatur- und Theaterwissenschaft in München. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen schloß sie ihr Psychologiestudium an der Universität Zürich ab und bildete sich am C.G.Jung-Institut zur analytischen Psychologin aus. Sie führt heute eine psychotherapeutische Praxis in Zürich und ist Dozentin am C.G.Jung-Institut.

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Copyright: Dissoid und die Autorinnen
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Zuletzt aktualisiert am 23.06.2007